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Bürgerrechtsbewegung ArtikelIm Allgemeinen versteht man unter einer Bürgerrechtsbewegung eine soziale Bewegung, die versucht, Menschen- und Bürgerrechte von ausgegrenzten oder diskriminierten Teilen der Bevölkerung durchzusetzen.
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Die Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigte Staaten Amerika (civil rights movement ) setzte sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner und die Überwindung des Rassismus ein.
Seit dem Ende des amerikanischen Bürgerkriegs 1864 war die Sklaverei in den Vereinigte Staaten Amerika zwar abgeschafft. Dennoch blieben die Afroamerikaner vor allem in den Südstaaten der Vereinigte Staaten Amerika zusätzlich unterdrückt.
Von vielen dortigen öffentlichen Einrichtungen wie höheren Schulen und Universitäten wurden sie ausgegrenzt. Die Wahrnehmung der amerikanischen Bürgerrechte wurde ihnen erschwert oder gar verwehrt. Stets wieder kam es zu gewaltsamen und nicht selten tödlichen Übergriffen des rassistischen Ku Klux Klan gegen afroamerikanische Bürger, häufig ohne dass solche Übergriffe juristisch verfolgt wurden.
Gegen Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Bürgerrechtsbewegung stets aktiver, wobei über die Frage, wie eine Emanzipation zu erreichen sei, keine Einigkeit herrschte. Bekannte Vorkämpfer waren Booker T. Washingon und W.E.B. Du Bois. 1909 wurde die NAACP (National Association for the Advancement of Colored People ) als Sammlungsbewegung gegründet. Sie ist bis heute eine zentrale Organisation der Bürgerrechtsbewegung.
Neben Versuchen, die Rechte der Farbigen auf gerichtlichem Weg durchzusetzen, gab es Demonstrationen und Boykott-Kampagnen gegen die Rassentrennung in den Südstaaten der Vereinigte Staaten Amerika .
Ende der 1950er Jahre nahmen die Proteste nach einem erfolgreichen 7-monatigen Busboykott zur Aufhebung der Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln von Montgomery / Alabama, zu.
Unter der Führung des Baptistenpfarrers Dr. Martin Luther King (1929 - 1968) wuchs die Bürgerrechtsbewegung zu einer gewaltlosen Massenbewegung heran.
Mit den Mitteln des zivilen Ungehorsams und unterschiedlichen Formen des friedlichen Protests, wobei sich King und seine Anhänger auch an den Methoden Mahatma Gandhis in dem gewaltfreien Kampf um die Unabhängigkeit Indiens von der britischen Kolonialmacht orientierten, konnte die Bürgerrechtsbewegung die Aufhebung der institutionellen Segregationspolitik in den US-Südstaaten durchsetzen.
1964 trat die Bürgerrechtsgesetzgebung in Kraft. In dem selben Jahr wurde Martin Luther King für sein Engagement und seine beispielgebende Politik der Gewaltfreiheit der Friedensnobelpreis zuerkannt.
Ab Mitte der 1960er Jahre kam es zur Abspaltung der Black Power -Bewegung unter Malcolm X, die radikaler und militanter gegen den Rassismus auftrat. Für Teile der Öffentlichkeit wurde der gewaltfreie Widerstand dadurch diskreditiert.
Die Black Power-Bewegung legitimierte ihre Militanz mit der nach wie vor existenten rassistischen Gewalt gegen farbige Menschen in den Vereinigte Staaten Amerika.
Dieser rassistischen Gewalt fiel auch Martin Luther King, der sich Ende der 1960er Jahre zunehmend auch gegen den Vietnamkrieg wandte, 1968 bei einem Attentat zu dem Opfer. Auch Malcolm X wurde 1965 durch ein Attentat getötet.
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Ebenfalls gegen die rassistische Apartheitspolitik wandte sich die Bürgerrechtsbewegung in Südafrika. Eine Symbolfigur des Widerstands dort war der farbige Bürgerrechtler und langjährige Vorsitzende des ANC (African National Congress) Nelson Mandela. 1964 - 1990 als politischer Gefangener inhaftiert, wurde Mandela schließlich auf Druck einer internationalen Öffentlichkeit aus dem Gefängnis entlassen. Nach Aufhebung der Apartheid erhielt Mandela zusammen mit dem damaligen Staatspräsidenten Frederik Willem de Klerk 1993 den Friedensnobelpreis und wurde 1994 selbst Staatspräsident von Südafrika.
Buch-Tipp: Bewaffnetes Amerika. Waffenbesitzer und ihr Zuhause im Portät Flammendes Plädoyer für das Recht auf Selbstverteidigung 50 Durchschnittsbürger legen nachvollziehbar ihre Argumente für das Recht auf Selbstverteidigung dar und zeigen ihre "Hilfsmittel". Überzeugte US-Bürger schildern unverkrampft und einleuchtend ihre positive Einstellung zu dem Waffenbesitz und zu dem ihnen gegebenen Recht auf Selbstverteidigung... |
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Auch in Europa gab und gibt es verschiedene Bürgerrechtsbewegungen.
Buch-Tipp: Blackwater. Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt Die Idee einer Söldnertruppe, welche flexibel einsetzbar ist und einzig und allein auf Bezahlung reagiert ist an und für sich ein altes Thema. Schon in dem 30jährigen Krieg ist dies mit aller Brutalität Realität geworden und Deutschland hat sehr darunter gelitten. Mit dem Buch BLACKWATER von Jeremy... |
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In Nordirland setzt sie sich für die Gleichberechtigung der katholischen Minderheit ein.
Buch-Tipp: Das Magische Messer. His Dark Materials 02 Die Fortsetzung noch spannender als der erste Teil, doch nicht übertroffen. Die Fortsetzung von ,Der Goldene Kompass' ist noch spannender, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand nehmen mag. Trotzdem ist der Charme des ersten Buches nicht mehr so wirklich da, was zwar komisch ist, aber auch neues offenbart. Übertroffen hat sich Pullmann... |
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In den 1970er und 1980er Jahren traten in den osteuropäischen kommunistischen Staaten des Warschauer Paktes zunehmend verschiedene oppositionelle Gruppen in Erscheinung, die unter Berufung auf die KSZE-Schlussakte von Helsinki 1975 die Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte in dem damaligen Ostblock forderten.
Buch-Tipp: Das flammende Kreuz Man muss einfach durch . . . Dieser fünfte Teil der Highland-Sage gehört nachdem etwas langatmigen Anfang von der Handlungsfülle her dann insgesamt doch wieder zu den besseren Teilen, wenn es auch nicht unbedingt überragend zu bezeichnen ist. Zu Beginn war ich doch ab und zu versucht, das Buch wegzulegen, weil die Handlung dann und wann einfach zu... |
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Schon seit Anfang der 1960er Jahre wandten sich in der UdSSR einige systemkritische Schriftsteller und Wissenschaftler gegen die sowjetische Zensur, indem sie beispielsweise ihre Werke illegal in dem Selbstverlag veröffentlichten (Samisdat). Bekannte intellektuelle Bürgerrechtler in der ehemaligen Sowjetunion waren beispielsweise der Schriftsteller Alexander Solschenizyn oder der Wissenschaftler Andrej Sacharow
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Tschechoslowakei und Tschechische Republik | |
In der damaligen Tschechoslowakei wurde die Bürgerrechtsbewegung nach der gewaltsamen Niederschlagung des reformkommunisitischen Prager Frühlings durch die Rote Armee der UdSSR 1968 zunächst ausgeschaltet. Jedoch wurde 1977 von einer tschechoslowakischen Gruppe die Charta 77 veröffentlicht, die erneut Reformforderungen in dem Sinne der Bürgerrechtsbewegung formulierte. Einer der Sprecher der Charta 77 war der Schriftsteller Václav Havel, der nachdem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks zu dem Staatspräsidenten Tschechiens gewählt wurde.
Buch-Tipp: Der Ruf der Trommel. Band 4 der Highland-Saga. Am Anfang schwach, doch dann. . wird dieser Roman der Highland Saga stets spannender. Ein Glück, denn ich habe mich durch die ersten Seiten schier hindurchquälen müssen, ca. zu dem Ende hin gewinnt der Roman außerordentlich an Spannung. Also, es lohnt sich, dran zu bleiben.
Die Hauptdarsteller der ersten 3 Bände rücken leider ein wenig in den... |
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In Polen leitete 1980 die Gründung der unabhängigen Gewerkschaft Solidarnosc (1981 unter Kriegsrecht verboten , 1989 wieder zugelassen) den Anfang vom Untergang des dortigen kommunistischen Systems ein. Deren Vorsitzender Lech Walesa wurde 1990 ebenfalls zu dem polnischen Staatspräsidenten gewählt.
Buch-Tipp: Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor Mathematik haben. Lustig und lehrhaft !!! Dieses Buch habe ich in der 5. Klasse gelesen und war total begeistert. Der Zahlen Teufel ist eine lustige Figur die einem kleinen Jungen namens Robert die spannende Welt der Mathematik bekannt macht. Das Buch hat zu
jeder Rechnung ein Bild die alle sehr schön gestaltet sind. Es ist lustig, spannend und zeigt die Mathematik... |
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Neben anderen kommunistischen Ostblockstaaten traten auch in der DDR seit den 1960er Jahren auch eine Reihe Prominenter wie der Wissenschaftler und Reformkommunist Robert Havemann, der jahrelang in staatlich verordneten Hausarrest leben musste; oder der Liedermacher Wolf Biermann, dem 1976 die Wiedereinreise in die DDR verwehrt wurde, für die Absichte der Bürgerrechtsbewegung ein und forderten die Beendigung der Unterdrückung staatsbürgerlicher Rechte in der DDR.
Ende 1989 kam es nach zahlreichen Massendemonstrationen zu dem Fall der Berliner Mauer. Die Ereignisse führten 1990 zu dem Untergang des SED-Regimes und der DDR, die sich mit dem Anschluss an die Bundesrepublik Deutschland auflöste.
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In der Volksrepublik China verstärkte sich ab Mitte der 1980er Jahre eine vor allem von Studenten getragene Bürgerrechtsbewegung (Demokratiebewegung ), die durch Demonstrationen und Wandzeitungen mehr Freiheiten und demokratische Reformen forderte. Trotz mehrfacher Aufforderungen der Regierung, die Demonstrationen zu beenden, erhielten diese stets mehr Zulauf. 1989 versammelten sich auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking etwa 100 Tausend Studenten und Arbeiter, um den Forderungen nach mehr Demokratie Nachdruck zu verleihen. Der Platz wurde schließlich unter Einsatz von massiver militärischer Gewalt geräumt. Mehrere Tausend Demonstranten kamen dabei um´s Leben . Weitere Tausende wurden verletzt. Nach dieser Niederschlagung der chinesischen Bürgerrechtsbewegung folgte eine mehrjährige Phase der politischen Repression in China, die ein neues Aufflackern der demokratischen Bewegung bis dato verhinderten.
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